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Bahn, Bus, Flugzeug



Öffentliche Verkehrsverbindungen zur Stadt
und darüber hinaus:

 



 

   Erneuerung der Gleisanlagen
zwischen Anger und Schlösserbrücke
führt zu Änderungen
im Stadtbahnverkehr

                        

   Vollsperrung vom 7. April bis 19. April 2026 – umfangreiche Umleitungen und Schienenersatzverkehr


Vom 7. bis 19. April 2026 erneuern wir im Bereich zwischen Anger und Schlösserbrücke die Gleisanlagen. Damit erfolgt der Lückenschluss zwischen den begonnenen Gleiserneuerungen aus den Jahren 2013 (Fischmarkt) und 2020 (Angerkreuz). Für diese Arbeiten ist eine Vollsperrung des Stadtbahnbetriebes zwischen Anger und Domplatz erforderlich. In diesem Zeitraum kommt es zu umfangreichen Änderungen im Stadtbahnverkehr und ergänzenden Schienenersatzverkehren.

DOWNLOAD CITYTAKT-PLAN BAUMASSNAHME SCHLÖSSERSTRASSE

Geänderte Linienführungen der Stadtbahnen 
Während der Baumaßnahme gelten folgende Regelungen:
 
  •                     
  • Stadtbahn-Linie 1
    Domplatz – Rieth – Lutherkirche/SWE – Anger – Hauptbahnhof – Wiesenhügel
  •                    
  • Stadtbahn-Linie 2
    Europaplatz – Domplatz – S-Finanzzentrum – P+R-Platz Messe 
  •                    
  • Stadtbahn-Linie 3
    Europaplatz – Rieth – Lutherkirche/SWE – Anger – Hauptbahnhof – Urbicher Kreuz
  •                    
  • Stadtbahn-Linie 4
    Ringelberg – Anger – S-Finanzzentrum – Bindersleben/Hauptfriedhof
  •                    
  • Stadtbahn-Linie 5
    Zoopark – Lutherkirche/SWE – Anger – Hauptbahnhof – Thüringenhalle
  •                    
  • Schienenersatzverkehr (SEV)-Linie 6
    Hauptbahnhof – Kaffeetrichter – Steigerstraße
  •                 
Während der Baumaßnahme gibt es ein durchgängiges Linienangebot vom Europaplatz über Rieth und Lutherkirche zum Anger und weiter bis zum Urbicher Kreuz und umgekehrt (Stadtbahn-Linie 3). Eine weitere Linie fährt direkt vom Domplatz über Rieth und Lutherkirche zum Anger und weiter bis zum Wiesenhügel und umgekehrt (Stadtbahn-Linie 1).
Mit der Stadtbahn-Linie 2 vom Domplatz besteht die Möglichkeit am S-Finanzzentrum zum Umstieg in die Stadtbahn-Linie 4 zum Anger und umgekehrt. Die Stadtbahn-Linie 5 vom Zoopark wird bis zur Thüringenhalle verlängert.
Damit bleibt die Erreichbarkeit der Innenstadt trotz Sperrung gesichert.

Schienenersatzverkehr und weitere Anpassungen
Aufgrund der hohen Taktung zwischen Anger und Magdeburger Allee wird der Abschnitt Hauptbahnhof – Kaffeetrichter – Steigerstraße (Linie 6) im Schienenersatzverkehr betrieben.
Die genauen Linienführungen finden Sie hier.

Die Fahrpläne aller Stadtbahn-Linien werden an die veränderten Linienführungen angepasst.
Um Anschlüsse von und zu den Stadtbahn-Linien sicherzustellen, werden außerdem die Fahrpläne zahlreicher Stadt- und Regionalbus-Linien verändert.
Die aktualisierten Fahrpläne stehen ab 30. März 2026 im Internet und in der EVAG-App zur Verfügung.

Häufig gestellte Fragen zur Baumaßnahme Schlösserstraße 

Wenn ich mit meinem Fahrschein mit der durchgehenden Stadtbahn-Linie 1 zwischen Nordhäuser Straße und Magdeburger Allee oder vom Domplatz mit Umstieg zwischen den Stadtbahn-Linien 2 und 4 am Sparkassen-Finanzzentrum zum Anger fahre, muss ich dann bei einer Fahrscheinkontrolle Sorge haben, dass diese Fahrt als nicht zulässige Rundfahrt gewertet wird?

Nein, natürlich nicht. Das Kontrollpersonal ist entsprechend instruiert. Die beschriebenen Fahrten werden im Rahmen der Baumaßnahme nicht als unzulässige Rundfahrten gewertet.

 Wird die zeitliche Gültigkeit des Fahrscheines von 60 Minuten für die VMT-Tarifzone 10 (Stadt Erfurt) während der Baumaßnahme erweitert?
Nein. Auch während der Baumaßnahme ist es möglich, innerhalb der Tarifzone 10 in 60 Minuten jedes Ziel in der Stadt Erfurt innerhalb der regulären 60 Minuten Gültigkeit zu erreichen. Eine generelle Verlängerung der zeitlichen Gültigkeit ist daher nicht vorgesehen.

Service-Hinweis:
Fahrgäste werden gebeten, für ihre Fahrten während der Baumaßnahme etwas mehr Zeit einzuplanen und sich vor Fahrtantritt über die jeweils aktuellen Verbindungen zu informieren.



Letzte Aktualisierung:   11.04.2026 17:34:07




Unser Einkaufsbus


















Kolumne Februar 2026


Der Abzweig Wiesenhügel ist kein x-beliebiger Punkt im Erfurter Straßenbahnnetz. 

Er ist ein neuralgischer Ort – einer jener Knoten, an denen sich entscheidet,

ob öffentlicher Nahverkehr funktioniert oder nur so tut als ob.

Für die Bürgerinnen und Bürger des Wiesenhügels ist dieser Abzweig Alltag. 

Viele von ihnen sind auf den ÖPNV angewiesen: ältere Menschen, Kundinnen und Kunden des Melchendorfer Marktes, Besucher und Patientinnen des 

Katholischen Krankenhauses oder der Sportmedizin. 

Wer hier umsteigt, braucht keine großen Versprechen, sondern schlicht Verlässlichkeit.

Und genau hier offenbart sich ein eklatantes Abstimmungsversagen.

Im 10-Minuten-Takt begegnen sich die Linien 2 und 3 regelmäßig vor dem Tunnel 

am Abzweig Wiesenhügel. 

Ebenso regelmäßig fährt die Linie 3 Richtung Urbicher Kreuz nahezu punktgenau ab, sobald die Linie 2 aus Richtung Wiesenhügel einfährt – oder umgekehrt. 

Die Fahrer sehen sich, die Bahnen sind da, und doch bleibt der Anschluss ein frommer Wunsch. 

Ein Umstieg wird faktisch unmöglich gemacht.

Dabei reden wir nicht über komplexe Fahrplanakrobatik. 

Es geht um maximal eine Minute. Eine Minute, die ausreichen würde, um einen funktionierenden Anschluss zu gewährleisten. 

Eine Minute, die an den wenige Haltestellen entfernten Endstellen problemlos 

wieder aufgeholt werden könnte – dort, wo ohnehin Wende- und Standzeiten vorgesehen sind.

Dass dieser minimale Zeitverlust offenbar nicht in Kauf genommen wird, ist mehr als nur ärgerlich. Es ist politisch brisant.

Stattdessen werden Fahrgäste systematisch ausgebremst – mit Wartezeiten von bis zu zehn Minuten. 

Besonders frustrierend ist das Wissen, dass eine kleine Geste seitens des Fahrpersonals diese Wartezeit hätte verhindern können. 

Ein Schelm könnte hier sogar auf die Idee kommen, kleine Boshaftigkeiten zu vermuten. 

Doch selbst das ist nicht der Kern des Problems. Es geht nicht darum, dass eine Bahn grundsätzlich auf die andere warten muss – sondern darum, es dann zu tun, wenn man sich vorher sieht.


Hier geht es nicht um technische Details. Es geht um Prioritäten.

Ein kommunaler Verkehrsbetrieb hat einen sozialen Auftrag. 

Die Stadt Erfurt und die EVAG sind gefordert, Anschlussbeziehungen nicht nur rechnerisch korrekt, sondern real nutzbar zu machen. 

Wer den ÖPNV stärken will, darf die Bedürfnisse derjenigen nicht ignorieren, 

die ihn am dringendsten brauchen.

Ein Fahrplan, der Anschlüsse sichtbar ermöglicht, sie praktisch aber verweigert, ist kein Zufall. Er ist das Ergebnis politischer Entscheidungen – und damit auch politisch korrigierbar.


Peti vom Wiehü
01.02.26

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